Konzert Orchester Schwyz-Brunnen

BOTE DER URSCHWEIZ

Orchester präsentierte Wiener Klassik

INGENBOHL Das Orchester Schwyz-Brunnen lud zu den Frühjahrskonzerten in den Pfarrkirchen Ingenbohl und Seewen. In der Pfarrkirche Ingenbohl liessen sich mehr als 300 Musikbegeisterte diesen musikalischen Leckerbissen nicht entgehen.

Raphaela Reichlin

Im diesjährigen Programm entschied sich der Dirigent Stefan Albrecht für zwei berühmte Vertreter der Wiener Klassik: Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Ergänzt wurde das Konzert mit dem englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams. Das 57-köpfige Orchester Schwyz-Brunnen präsentierte die Stücke mit spürbarer Freude an der Musik und musikalischem Können.

Zu Beginn des Konzerts wurde die Ouvertüre zur Oper „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Der Lebemann Mozart soll die Ouvertüre angeblich erst am Morgen der Premiere vom 29. Oktober 1787 fertig komponiert haben, sodass die Musiker ohne Probe ab Blatt spielen mussten. Beim gut vorbereiteten und hoch-motivierten Orchester Schwyz-Brunnen durfte man sich über ein fein abgestimmtes Zusammenspiel erfreuen. Nur wenige Minuten Musik, dennoch vermochte das Orchester mit einem fulminanten Konzert-auftakt zu überzeugen.

Nach dem gelungenen Anfang folgte Ralph Vaughan Williams Concerto grosso für Streichorchester, welches 1950 von einem Streichorchester uraufgeführt wurde, das aus über 400 Musikern bestand. Obschon das Orchester Schwyz-Brunnen nicht über derart viele Musikerinnen und Musiker verfügt, konnte man in den fünf kurzen Stücken von Williams sowohl die Klangstärke als auch die einfühlende Interpretation des ohne Bläser spielenden Streichorchesters bewundern. Auch die Solo-Passagen einzelner Streichergruppen wurden äusserst einfühlsam wiedergegeben.

Differenzierter Gesamtklang
Mit der Sinfonie Nr. 99 in Es-Dur von Joseph Haydn wurde das Konzert, mit einem eher unbekannten Werk des herausragenden Komponisten, beendet. Der Dirigent Stefan Albrecht wagte sich an eine nicht eigentlich populär gewordene Sinfonie, welche Haydn jedoch zu seiner Lieblingssinfonie erklärte.

Das Zusammenspiel des Orchesters zeichnete sich durch einen differenzierten Gesamtklang sowie eine mehrheitlich gut abgestimmte Intonation aus. Mitgerissen von der grossen Spielfreude wussten die Musiker übers ganze Programm hinweg zu überzeugen.

Mit einem langanhaltenden Applaus bedankten sich die begeisterten Besucherinnen und Besucher für das gelungene Konzert, wobei das treue OSB-Publikum sehr wohl wusste, dass keine Zugabe zu erwarten war.

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